Vollering übernimmt Gelbes Trikot bei der Tour de France Femmes

Aldag: “Die Rampe war dann so zehn Meter zu lang “

Auf der vorletzten Etappe der Tour de France Femmes 2026 hat Demi Vollering (FDJ United – Suez) das Gelbe Trikot übernommen. Die Niederländerin setzte sich auf dem Teilstück nach Nizza durch und geht mit einem knappen Vorsprung in die Schlussetappe. Kasia Niewiadoma-Phinney (Canyon – SRAM) verlor die Führung, während Antonia Niedermaier (Canyon – SRAM) ihr Weißes Trikot verteidigen konnte.

Vollering griff rund sechs Kilometer vor dem Ziel an einer Rampe an und distanzierte ihre Konkurrentinnen. Sie überquerte die Ziellinie 17 Sekunden vor den ersten beiden Verfolgerinnen, Elisa Longo Borghini (UAE – L’IMAD) und Niewiadoma-Phinney. Mit diesem Sieg übernahm Vollering die Führung in der Gesamtwertung.

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Spannung vor der Schlussetappe

Vor dem Finale in Nizza beträgt Vollerings Vorsprung acht Sekunden auf Niewiadoma-Phinney. Die Polin hatte das Gelbe Trikot erst am Vortag mit ihrem Sieg am Mont Ventoux erobert. Kim Le Court (AG Insurance – Soudal) belegte den vierten Platz mit 38 Sekunden Rückstand.

Rolf Aldag, Sportlicher Leiter bei Canyon – SRAM, kommentierte Vollerings Leistung: „Ich glaube, Demi war einfach super stark heute. Sie hat alle anderen heute einfach abgehängt. Die Rampe war dann so zehn Meter zu lang.“ Er fügte hinzu, dass man die Strecke nicht ändern könne und Vollering super gefahren sei.

Lars Boom, Sportdirektor bei FDJ United – Suez, sprach von einer perfekten Etappe für sein Team. Er betonte, dass alle Fahrerinnen im vorletzten Anstieg alles gegeben hätten, um den Plan umzusetzen. „Wir mussten 15 Sekunden aufholen und das funktioniert nicht in einem Sprint, bei zehn Bonussekunden an der Ziellinie“, erklärte Boom.

Niedermaier verteidigt Weißes Trikot

Die Rosenheimerin Antonia Niedermaier erreichte das Ziel als Elfte, ebenfalls mit 38 Sekunden Rückstand. Damit verteidigte sie erfolgreich das Weiße Trikot als beste Nachwuchsfahrerin. Sie liegt zudem auf einem starken fünften Gesamtrang.

Niedermaier äußerte sich zur Härte der Tour: „Es war wirklich eine harte Tour bis jetzt. Es war kein Tag dabei, an dem man sagt, man rollt einfach mal mit.“ Sie fügte hinzu, dass sie zu ihrer Teamkollegin Niewiadoma-Phinney gesagt habe, dass noch nichts vorbei sei und sie morgen noch einen superharten Tag hätten.

Antonia Niedermaier greift nach dem Gewinn der Nachwuchswertung bei der Tour de France Femmes 2026
Antonia Niedermaier greift nach dem Gewinn der Nachwuchswertung bei der Tour de France Femmes 2026 Credit: br.de

Unterdessen musste die französische Titelverteidigerin Pauline Ferrand-Prévot vor der achten Etappe aussteigen. Sie klagte über Unwohlsein und hatte in der Gesamtwertung bereits einen Rückstand von fast 15 Minuten.

Die Schlussetappe am Sonntag führt über 99,2 Kilometer mit Start und Ziel in Nizza. Vollering, die bereits 2023 Gesamtsiegerin war, wird versuchen, ihren knappen Vorsprung zu verteidigen.

Source: radsport-news.com

Emma Berger ist Sportredakteurin und berichtet über Fußball, Sport und aktuelle Ereignisse.