Wolfsburg startet mit Unentschieden in die 2. Bundesliga gegen Kaiserslautern

Der VfL Wolfsburg hat seinen Start in die neue Saison der 2. Bundesliga mit einem torlosen Unentschieden gegen den 1. FC Kaiserslautern begonnen. Das Spiel endete 0:0, womit der als Aufstiegsfavorit gehandelte VfL Wolfsburg keinen erfolgreichen Auftakt feiern konnte.
Der Kader des VfL Wolfsburg, der einen Marktwert von 169 Millionen aufweist, gilt als der wertvollste in der Geschichte der 2. Liga. Im Vergleich dazu liegt der Marktwert des 1. FC Kaiserslautern bei etwa 30 Millionen Euro. Zudem hat Wolfsburg rund 23 Millionen Euro für Neuzugänge investiert, eine Summe, die den Ausgaben aller anderen Zweitligisten zusammen entspricht.
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Unter dem neuen Trainer Tobias Strobl, der zuvor beim Drittligisten Verl tätig war, standen bei seinem Debüt sechs Neuzugänge in der Startelf des VfL Wolfsburg: Glatzel, Reese, Hornby, Kapitän Wahl, Damar und Rexhbecaj. Diese Spieler mussten sich jedoch erst finden. Besonders Reese zeigte sich während des Spiels frustriert und sprach sowohl Schiedsrichter Exner als auch Sturm-Star Glatzel an.
Kaiserslautern mit frühen Chancen
Die Roten Teufel hingegen traten ohne einen einzigen neuen Spieler in ihrer Startelf an und zeigten sich in der Anfangsphase gefährlicher. Ein Schuss von Skyttä wurde in der 7. Minute von Wolfsburgs Torwart-Teenie Jakub Kaminski und Kumbedi auf der Linie geklärt. Kurz darauf vergab Simon Asta eine große Chance, als sein Kopfball aus wenigen Metern Entfernung über das Tor flog. Auch Skyttä und Ritter versuchten es aus der Distanz in der 22. und 24. Minute.
Der 1. FC Kaiserslautern hatte zu Beginn beider Halbzeiten durch Naatan Skyttä Großchancen zur Führung, scheiterte aber jeweils an Wolfsburgs Torwart Jakub Zielinski. Eine weitere große Gelegenheit hatte Simon Asta, der nach einer Flanke von Jacob Rasmussen freistehend über das Tor köpfte. Trainer Torsten Lieberknecht äußerte sich nach dem Spiel mit gemischten Gefühlen, da sein Team die Top-Chancen nicht nutzen konnte, aber dennoch ein Zu-Null-Spiel erreichte.
Kaiserslauterns Torwart Julian Krahl musste nach einer Parade gegen Reese in der 17. Minute an der Hand behandelt werden, konnte aber weiterspielen. Krahl lobte die Defensivarbeit seines Teams und erklärte, dass seine Hand bei dem Schuss nach hinten umgeknickt sei. Trotz der Schmerzen konnte er das Spiel fortsetzen und weitere Paraden zeigen.
Wolfsburgs Druckphase und Aluminiumpech
Nach anfänglichen Schwierigkeiten steigerte sich der Bundesliga-Absteiger Wolfsburg und versuchte es immer wieder aus der zweiten Reihe durch Vinicius Souza, Damar und Reese in der 9., 15. und 25. Minute. Kaiserslauterns Keeper Julian Krahl parierte einen starken Reflex gegen Reese in der 17. Minute. Ein Distanzschuss von Damar in der 29. Minute wurde ebenfalls von Krahl gehalten. Kurz darauf rettete Gyamfi in höchster Not mit einer Grätsche nach einem Querpass von Reese auf Hornby in der 35. Minute.
Kurz vor der Pause hatte Wolfsburg Pech, als ein Volleyschuss von Wahl in der 41. Minute am Außenpfosten landete. Auch in der zweiten Hälfte erwischte Kaiserslautern den besseren Start. Nach einem Schuss von Skyttä kratzte Kaminski den Ball in der 56. Minute noch aus dem Eck. Auch Joker Kanaté scheiterte in der 70. Minute an Wolfsburgs Ersatz-Keeper, und Berisha verpasste in der 75. Minute die Führung für den FCK. Wolfsburg enttäuschte offensiv nach der Pause, sodass es beim 0:0 blieb.
Sportdirektor Marcel Klos des 1. FC Kaiserslautern betonte die Bedeutung der Unterstützung durch die Fans und sah eine Weiterentwicklung im Vergleich zum letztjährigen Auftaktspiel. Er erwähnte, dass man nicht zu 100 Prozent zufrieden sei, da man in der zweiten Halbzeit hätte gewinnen können. Geschäftsführer Thomas Hengen zeigte sich insgesamt zufrieden mit dem Punkt und blickte bereits auf das bevorstehende Derby gegen den KSC voraus.
Naatan Skyttä war trotz seiner vergebenen Chancen zufrieden mit dem Punktgewinn, bedauerte aber, dass man nicht alle drei Punkte mitnehmen konnte. Er lobte die starke Leistung seiner Mannschaft und die gute Vorbereitung auf das Spiel. Jacob Rasmussen hob die Kommunikation in der Dreierkette hervor und sah darin einen klaren Fortschritt für die Defensive. Er betonte, dass die Mannschaft aus den erarbeiteten Chancen ein gutes Gefühl ziehen sollte, auch wenn Simon Astas Chance nicht genutzt wurde.
Das torlose Remis markiert für Wolfsburg einen frustrierenden Start in die 2. Bundesliga nach dem Abstieg, während Kaiserslautern mit dem Punktgewinn zufrieden sein kann, auch wenn die vergebenen Chancen für einen Sieg sorgten.
Source: bild.de