Hoeneß äußert sich zu Infantino, WM-Plänen und Personalfragen am Tegernsee

Hoeneß äußert sich zu FIFA-Plänen
Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern, hat sich am Rande eines Freundschaftsspiels in Rottach-Egern zu verschiedenen aktuellen Themen geäußert. Er sprach über FIFA-Präsident Gianni Infantino und dessen Pläne zum Verkauf von WM-Anteilen an Investoren. Hoeneß betonte, dass er eine „spezielle, sehr starke Meinung“ zu diesem Thema habe, die er jedoch noch nicht bekannt geben wolle. Auf Nachfrage bestätigte er, dass seine Haltung „auf jeden Fall“ gegen Infantino gerichtet sei.
Hoeneß äußerte sich auch zu einem möglichen Boykott der UEFA-Verbände, falls der WM-Verkauf zustande käme. Er ist der Ansicht, dass die Europäer die Stärke ihrer Position unterschätzen würden. Ein Wettbewerb ohne europäische Beteiligung wäre seiner Meinung nach bedeutungslos. Er fügte hinzu, dass Infantino seine Pläne nicht durchsetzen werde, wenn die Europäer geschlossen und konsequent handeln würden. Die FIFA verteidigte ihre Pläne zur Gründung einer Tochtergesellschaft namens FIFA Forward Enterprise (FFE), die kommerzielle Rechte an FIFA-Turnieren an Investoren verkaufen soll. Die FIFA erklärte, die FFE sei vorgeschlagen worden, um allen Mitgliedsverbänden die Nutzung kommerzieller Chancen zu ermöglichen und betonte, dass „niemand den Fußball verkauft“.
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Die UEFA hatte zuvor einen Boykott aller FIFA-Turniere angekündigt, sollte die FIFA an ihren Investorenplänen festhalten. Auch der Kontinentalverband Concacaf lehnte die Pläne ab. Die FIFA verwies auf ihre „demokratischen Grundsätze“ und darauf, dass keine einzelne Instanz alle 211 Mitgliedsverbände vertreten könne. Die FIFA hatte den Mitgliedsverbänden eine Frist bis zum 19. September gesetzt, um den Plänen zuzustimmen.
Personalien beim FC Bayern
Im Hinblick auf die Personalfragen des FC Bayern äußerte sich Hoeneß auch zu Max Eberl, Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz. Er entschuldigte sich bei Max Eberl für ein Interview, in dem er die Chancen auf eine Vertragsverlängerung des Sportvorstands auf „60 zu 40“ beziffert hatte. Hoeneß räumte ein, dass Eberl vor dem Pokalendspiel nicht gut behandelt worden sei und er sich bei ihm entschuldigt habe. Aktuell schätzt Hoeneß die Chancen auf eine Vertragsverlängerung von Eberl auf „100 Prozent“, was auf einen neuen Vertrag bis zur Jahreshauptversammlung im November hindeutet.
Bezüglich Michael Olise und Gerüchten um einen Wechsel zu Real Madrid zeigte sich Hoeneß unbesorgt. Er verwies auf den bis 2029 laufenden Vertrag von Olise und erklärte, dass ein Wechsel für ihn „überhaupt kein Thema“ sei. Selbst der „Kaiser von China“ könnte kommen, und man würde nicht mit ihm reden.
Auch bei Harry Kane geht Hoeneß von einem Verbleib aus. Obwohl Kanes Vertrag am Ende der Saison ausläuft, fühlt sich der Stürmer in München wohl, und der Verein ist mit ihm zufrieden. Hoeneß sieht keinen Grund für einen Abgang im nächsten Jahr und lobte Kane als Vorbild auf und neben dem Platz.
Für Luis Díaz erteilte Hoeneß ebenfalls ein Wechselverbot. Er betonte, dass es unsinnig wäre, einen Spieler wie Díaz zu verkaufen, nachdem man eine hohe Ablösesumme investiert hat. Hoeneß sieht den FC Bayern mit Díaz, Kane und Olise als das „beste Trio auf der Welt“ und erwähnte auch den Neuzugang Ismael Saibari aus Eindhoven.
Die FIFA hatte den Mitgliedsverbänden zuvor eine Frist bis zum 19. September gesetzt, um den Plänen zuzustimmen.
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Source: bild.de