Köln äußert sich deutlich zum Poker um Said El Mala nach Gipfeltreffen in Kitzbühel

Kölns klare Haltung im Transferpoker um El Mala
Der 1. FC Köln hat sich nach einem Treffen des Klub-Gremiums im Trainingslager in Kitzbühel deutlich zur Zukunft von Said El Mala geäußert. Sportboss Thomas Kessler stellte klar, dass der Verein kein Interesse daran hat, den Spieler abzugeben. Diese Haltung wurde nach einer Offensive von Borussia Dortmund und anhaltenden Transfergerüchten um den 19-jährigen Linksaußen bekannt.
Das mächtigste Klub-Gremium des 1. FC Köln, bestehend aus Vorstand, Mitgliederrat, Beirat und Aufsichtsrat, traf sich zu einer Sitzung im Teamhotel. Ein zentrales Thema dieser Besprechung war Said El Mala, für den Borussia Dortmund ein Angebot unterbreitet hatte. Dieses Angebot umfasste eine Sockelablöse von 34 Millionen Euro sowie mögliche Boni von 10 Millionen Euro, was insgesamt 44 Millionen Euro ergeben hätte.
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Thomas Kessler bestätigte, dass das vorliegende Angebot keine Grundlage für Verhandlungen darstellt. Er betonte, dass der FC intern eine Schmerzgrenze von 50 Millionen Euro für eine Ablöse festgelegt hat. Für ernsthafte Verhandlungen müsste die Sockelablöse bei knapp 45 Millionen Euro liegen. Kessler erklärte weiter, dass der Verein seit Wochen verschiedene Angebote erhalten habe, aber keines davon ihn dazu bewogen hätte, über einen Verkauf des Spielers nachzudenken.
Kessler bremst Dortmund aus und warnt
Kessler machte seine Position unmissverständlich klar: „Said ist unser Spieler. Er hat hier einen Vertrag, der noch 4 Jahre läuft. Ganz Köln liebt ihn. Ich bin super happy, dass er da ist. Und je mehr ich Said täglich beim Training zuschaue, desto weniger Interesse habe ich daran, ihn abzugeben.“ Er zeigte sich überzeugt, dass El Mala in der kommenden Saison eine tragende Rolle für den 1. FC Köln spielen wird.
Diese Aussagen von Kessler sind eine deutliche Botschaft an Borussia Dortmund, das in El Mala einen potenziellen Nachfolger für Jadon Sancho sehen soll. Die Ruhr Nachrichten berichteten, dass der Linksaußen des 1. FC Köln die klare Transfer-Priorität des BVB sei, wodurch eine Rückkehr von Jadon Sancho immer unwahrscheinlicher werde. Kessler vermied es bewusst, den Namen des interessierten Klubs zu nennen, ließ aber durchblicken, dass der 1. FC Köln irritiert darüber ist, dass El Mala selbst von Verantwortlichen aus Dortmund kontaktiert wurde.
Der Sportboss des 1. FC Köln richtete eine Warnung an den BVB: „Mit dem Spieler persönlich sollte kein Verein sprechen. Wir handhaben das so und ich gehe davon aus, dass die anderen Klubs das auch so machen und dass sich jeder Wettbewerber an die Regularien hält.“ Dies unterstreicht die Erwartung des 1. FC Köln, dass sich alle Vereine an die geltenden Regeln halten.
Veränderte Transferstrategie und weitere Kaderplanungen
Kessler bestätigte zudem eine neue Transferstrategie der FC-Bosse. Obwohl der 1. FC Köln bis zum Ende der Transferperiode gesprächsbereit bleibt, steigt der Preis für El Mala, je länger sich der Poker zieht. „Es liegt aber auch auf der Hand, umso näher wir zum Saisonstart kommen, umso veränderter kann auch unsere Position zu gewissen Angeboten sein“, erklärte Kessler.
Die Kaderplanung des 1. FC Köln ist laut Kessler noch nicht abgeschlossen. Er betonte, dass der Kader keinesfalls komplett sei und Geduld erforderlich sei, da sich der Markt noch bewegen werde. Bezüglich El Mala lobte Kessler dessen Einstellung und Engagement im Training. Er bekräftigte, dass es derzeit kein Angebot gebe, mit dem sich der Verein ernsthaft befasse.
Neben der Situation um El Mala gibt es auch auf anderen Positionen Handlungsbedarf. Auf die Möglichkeit einer Rückkehr von Mittelfeldspieler Ellyes Skhiri angesprochen, äußerte sich Kessler nicht direkt zu einzelnen Spielern, bestätigte aber, dass der Verein auf der Suche nach Verstärkungen sei. Der 1. FC Köln bleibt weiterhin aktiv auf dem Transfermarkt, um den Kader zu optimieren.
Said El Mala hat einen Vertrag beim 1. FC Köln bis 2030.
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Source: bild.de