Neuer Adidas-Ball in Bundesliga und 2. Bundesliga könnte zu mehr Weitschüssen führen

Der offizielle Spielball für die Spielzeit 2026/27 in der 1. und 2. Bundesliga wechselt von Derbystar zu Adidas. Dieser Wechsel bringt nicht nur ein neues Design mit sich, sondern könnte auch zu einer deutlichen Veränderung im Spielgeschehen führen, insbesondere bei der Geschwindigkeit der Schüsse auf die Torhüter.
Der neue Adidas-Ball, bekannt als „Torfabrik“, feiert sein Comeback als offizielles Spielgerät. Profis, die den Ball bereits getestet haben, äußern sich zu seinen besonderen Eigenschaften. Lewis Holtby, ein Experte, beschrieb den Ball als „Flummi“ und richtete sich mit den Worten „Viel Spaß, Torhüter!“ an die Schlussmänner.
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Eigenschaften des neuen Spielballs
Daniel Heuer Fernandes, Torwart des HSV, erklärte, dass sich der Adidas-Ball härter anfühlt und dadurch schneller ist als das frühere Modell von Derbystar. Er merkte an, dass der Ball gut geschossen werden kann, was ihn eher feldspielerfreundlich macht. Diese Eigenschaften könnten dazu beitragen, dass mehr Weitschüsse im Spiel zu sehen sein werden.
Jan Reichert, Torhüter des 1. FC Nürnberg, beschrieb die Oberfläche des Balls ebenfalls als härter und hob hervor, dass er ein völlig neues Flugverhalten aufweist. Er betonte, dass der Ball viel mehr Geschwindigkeit aufnehmen kann und je nach Treffpunkt auch ein wenig flattert. Reichert riet seinen Mitspielern, mehr zu schießen, da es seiner Meinung nach nicht schwieriger geworden sei, ein Weitschusstor zu erzielen.
Die Tendenz zu mehr Fernschüssen wird auch von Nico Burchert, Torwarttrainer des SC Paderborn, wahrgenommen. Er äußerte sich dahingehend, dass es schwer zu sagen sei, ob durch den neuen Ball mehr Tore fallen werden, aber er erwartet definitiv mehr Fernschüsse.
Der Unterschied im Flugverhalten und den Spieleigenschaften des neuen Balls lässt sich auf seine Konstruktion zurückführen. Während der Derbystar Brillant APS der vergangenen Saison 32 handgenähte Panels mit deutlich sicht- und spürbaren Nähten hatte, besteht der neue Adidas-Ball aus lediglich zwölf nahtlos geklebten Panels. Diese Bauweise trägt zu seiner härteren Oberfläche und höheren Geschwindigkeit bei.
In der 2. Bundesliga kam der neue Ball bereits am ersten Spieltag zum Einsatz. Dabei fielen in neun Partien insgesamt 31 Tore, was die Erwartungen an eine torreiche Saison unterstreichen könnte.


Unterschiede im Liga-Ball-Design
Während die 1. und 2. Bundesliga den neuen Adidas-Ball verwenden, hat die 3. Liga für die kommende Saison ebenfalls einen neuen offiziellen Spielball vorgestellt. Dieser wird weiterhin von Derbystar gestellt, erhält aber erstmals ein eigenständiges Design speziell für die 3. Liga. Diese Maßnahme soll den Stellenwert der Liga stärken und ihr Markenbild schärfen.
Manuel Hartmann, Geschäftsführer Spielbetrieb des DFB und zuständig für die 3. Liga, erklärte, dass der DFB und Derbystar mit dem einheitlichen Spielball den nächsten Schritt in der Weiterentwicklung der Marke 3. Liga gehen. Er betonte die Freude darüber, den Klubs und Spielern erneut einen Ball auf höchstem Niveau zur Verfügung zu stellen, der optimal zur 3. Liga passt und die Wettbewerbsintegrität stärkt.
Die unterschiedlichen Bälle in den Ligen könnten somit zu verschiedenen Spielerfahrungen führen. Der Adidas-Ball in den oberen beiden Ligen verspricht aufgrund seiner Eigenschaften eine potenzielle Flut an Weitschüssen und damit einhergehend ein Spektakel für die Zuschauer, während der Derbystar-Ball in der 3. Liga mit einem neuen, liga-spezifischen Design aufwartet.
Die Einführung des neuen Adidas-Balls in der 1. und 2. Bundesliga für die Saison 2026/27 wird von den Profis mit Spannung erwartet und könnte das Spielgeschehen maßgeblich beeinflussen.
Source: ran.joyn.de