Birmingham: Mabry sichert erste deutsche EM-Medaille im Kugelstoßen

Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham hat Yemisi Mabry die erste Medaille für das deutsche Team gewonnen. Die Olympiasiegerin im Kugelstoßen sicherte sich am ersten Wettkampftag die Bronzemedaille. Mit einer Weite von 19,50 Metern platzierte sie sich hinter den niederländischen Athletinnen Jessica Schilder und Jorinde van Klinken.
Für Mabry ist dies die fünfte Medaille bei einer großen Meisterschaft. Sie zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis, insbesondere da sie nach ihrem Olympiasieg 2024 in Paris und einem sechsten Platz bei der Weltmeisterschaft in Tokio im vergangenen Jahr nun wieder auf dem Podium steht. Ihre Leistung in Birmingham markiert zudem ihre erste EM-Medaille.
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Mabrys Weg zur Medaille und weitere deutsche Leistungen
Yemisi Mabry (MTG Mannheim) startete mit einer positiven Einstellung in den Wettkampf. Bereits im ersten Versuch erreichte sie 19,20 Meter und positionierte sich damit auf dem dritten Platz. Im fünften Durchgang verbesserte sie ihre Weite auf 19,50 Meter, was ihre Podiumsplatzierung endgültig festigte. Die Qualifikation am Vormittag hatte sie ebenfalls souverän gemeistert, indem sie im ersten Versuch die erforderliche Weite von 19,25 Meter übertraf.
Die Konkurrenz war stark, angeführt von Jessica Schilder, die die gesamte Saison dominierte und auch in Birmingham mit 20,73 Metern eine Klasse für sich war. Jorinde van Klinken überraschte mit einer persönlichen Bestleistung von 19,64 Metern im zweiten Versuch und sicherte sich Silber. Mabry äußerte sich erfreut über die Medaille und betonte, dass sie hart dafür gekämpft habe.
Neben Mabry erreichten zwei weitere deutsche Kugelstoßerinnen die Top Acht. Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge) belegte mit 18,39 Metern im ersten Durchgang den siebten Platz. Für die 29-Jährige war es der siebte Platz bei einer EM, auch wenn sie mit ihrer Weite nicht vollständig zufrieden war. Nina Chioma Ndubuisi (SG Schorndorf 1846), die jüngste Finalistin mit 22 Jahren, zeigte Nervenstärke. Sie steigerte sich im dritten Durchgang auf 18,21 Meter und sicherte sich damit den achten Platz, einen Zentimeter vor Emilia Kangas aus Finnland. Ndubuisi zeigte sich sehr zufrieden mit dem Erreichen der Top Acht bei ihrer ersten EM in der Aktivenklasse.


Emotionen und weitere Wettbewerbe
Die Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham begannen mit weiteren bemerkenswerten Leistungen. Im 5.000-Meter-Rennen der Männer stürmte Florian Bremm zu einer Silbermedaille. Er wurde lediglich von Jakob Ingebrigtsen aus Norwegen im Schlussspurt abgefangen. Bremm überquerte die Ziellinie nach 13:15,60 Minuten und zeigte sich überwältigt von seinen Emotionen.
Für Gina Lückenkemper, die ehemalige Europameisterin, endete der Traum vom 100-Meter-Finale im Halbfinale. Ein Zeckenbiss hatte ihre Vorbereitung beeinträchtigt. Sie belegte mit 11,28 Sekunden den 15. Platz in der Gesamtwertung. Auch ihre Staffel-Kollegin Rebekka Haase konnte sich mit 11,36 Sekunden nicht für das Finale qualifizieren. Lückenkemper zeigte sich dennoch zufrieden, es überhaupt bis hierher geschafft zu haben, und sprach von Tränen des Glücks und der Dankbarkeit.
Die Hoffnungen der deutschen Sprinterinnen ruhen nun auf den Staffeln, die in der Vergangenheit bei den Olympischen Spielen in Paris und den Weltmeisterschaften in Tokio bereits Medaillen gewannen. Im 3.000-Meter-Hindernislauf qualifizierten sich die zweimalige Europameisterin Gesa Krause und die ehemalige EM-Zweite Lea Meyer für den Endlauf am Donnerstag.
Yemisi Mabry feierte ihre Bronzemedaille mit einer deutschen Fahne vor ihren Fans und ihrem Ehemann Tyler Mabry, der erstmals bei einer großen Meisterschaft im Stadion dabei war. Die 27-Jährige hatte sich im Vorfeld gewünscht, nach der Qualifikation im Hotel zu entspannen, was sie auch tat.
Die Europameisterschaften in Birmingham setzen sich fort, und die Athleten kämpfen um weitere Medaillen. Die Leistungen am ersten Tag, insbesondere die Bronzemedaille von Yemisi Mabry, geben dem deutschen Team einen positiven Start in den Wettbewerb.
Source: bild.de