München: Kompany äußert klares Ziel für die Champions League

Kompany formuliert Champions-League-Ziel
Vincent Kompany, der Trainer des FC Bayern, hat vor dem ersten größeren Testspiel der Saisonvorbereitung ein klares Ziel für die kommende Spielzeit in der Champions League ausgegeben. In Hongkong, während der Asien-Tour des Vereins, erklärte Kompany am Donnerstag, dass der Gewinn der Champions League das Ziel sei. Er betonte, dass es daran keinen Zweifel gebe.
Diese deutliche Aussage zum Gewinn des siebten „Henkelpotts“ in der Vereinsgeschichte erfolgte vor dem Testspiel am Freitag gegen Aston Villa im Kai-Tak-Stadium in Hongkong. Die vorherigen Gewinne des Wettbewerbs durch den FC Bayern waren in den Jahren 1974, 1975, 1976, 2001, 2013 und 2020.
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Kompany wies darauf hin, dass er diese klare Zielsetzung zwar vor dem ersten Pflichtspiel kommuniziere, die Strategie während der Saison jedoch anpassen werde. Er werde dann betonen, dass der Fokus auf dem jeweils nächsten Spiel liegen müsse, da die Champions League nicht bereits im September oder Oktober gewonnen werde. Der erste Spieltag der Ligaphase in Europa ist für den 8. bis 10. September 2026 angesetzt, und das Endspiel soll am 5. Juni 2027 in der Atlético-Arena Estadio Metropolitano in Madrid stattfinden.
Triple-Ambitionen und Kaderplanung
Neben dem Gewinn der Champions League sprach Kompany auch über die Ambitionen, das Triple zu erreichen. Er erwähnte, dass die Meisterschale in München jedes Jahr als Pflicht angesehen wird und der Gewinn des DFB-Pokals ebenfalls zum Anspruch des deutschen Rekordmeisters gehört. Um die Bundesliga, den Pokal und die Champions League zu gewinnen, sei es entscheidend, dass alle Spieler fit sind und die Fitness der gesamten Mannschaft gewährleistet ist. Kompany hob hervor, dass der Kader weiterhin so genutzt werden müsse, wie es bisher geschehen sei.
Er äußerte zudem die Ansicht, dass sich der Kader durch einige Sommertransfers noch verstärkt habe, was dem Team hoffentlich die Chance gebe, die gesteckten Ziele zu erreichen. In der vergangenen Saison verpasste der FC Bayern das dritte Triple der Klubhistorie knapp, nachdem das Team im Halbfinale der Champions League gegen Paris Saint-Germain ausschied. Die Mannschaft erzielte in vier Wettbewerben insgesamt 184 Treffer, davon 122 in der Bundesliga.
Kompany betonte, dass es eine Herausforderung sei, sich noch zu steigern, da es nicht nur um die Anzahl der gewonnenen Trophäen gehe, sondern auch um die Zahl der Siege und der erzielten Tore. Dies sei jedoch genau das Ziel, das man anstreben müsse.
Vorsichtige Belastungssteuerung nach der WM
Im Rahmen der Saisonvorbereitung verfolgt der FC Bayern einen detaillierten Einsatzplan für seine Profis, insbesondere nach der kräftezehrenden Weltmeisterschaft. Trainer Vincent Kompany hat eine „fast wissenschaftliche“ Herangehensweise an die Einsatzzeiten seiner Spieler gewählt, um eine mögliche Verletzungswelle zu verhindern. Dies wurde am Rande des Testspiels gegen Jeju, das der FC Bayern mit 2:1 gewann, deutlich.
Die minutiöse Planung soll verhindern, dass die hohe Belastung der vergangenen Monate, die durch die WM noch verstärkt wurde, früh in der Saison zu Problemen führt. Kompany erklärte, dass bei der Steuerung der Einsatzzeiten nicht das Ergebnis der Testspiele im Vordergrund stehe, sondern die körperliche Entwicklung jedes einzelnen Spielers. Die Minuten seien „fast wissenschaftlich aufgeteilt“ worden.
Ein Beispiel für diese vorsichtige Steuerung war der Innenverteidiger Min-jae Kim, der bereits nach etwa 35 Minuten ausgewechselt wurde. Dies geschah nicht aufgrund einer Verletzung, sondern als Teil des zuvor festgelegten Belastungsplans. Der Südkoreaner, der in der Vergangenheit mit Achillessehnenproblemen zu kämpfen hatte, sollte nach den intensiven Monaten nicht überfordert werden. Spieler wie Nathaniel Brown, Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic wurden in der 61. Minute eingewechselt. Einige Spieler, darunter Harry Kane, Michael Olise und Dayot Upamecano, die mit ihren Nationalteams im EM-Halbfinale standen, befinden sich noch im Urlaub. Rekonvaleszenten wie Jamal Musiala und Neuzugang Ismael Saibari nahmen aufgrund von Reha-Maßnahmen nicht an der Asienreise teil.
Der Plan sieht vor, dass Spieler, die im Testspiel in Jeju rund 30 Minuten spielten, im Testspiel gegen Aston Villa voraussichtlich 60 Minuten absolvieren sollen. Umgekehrt gilt dies auch für diejenigen, die bereits in Jeju eine Stunde gespielt haben. Tom Bischof und Arijon Ibrahimovic, die die gesamte Vorbereitung mit der Mannschaft absolviert haben, könnten laut Kompany etwas mehr Spielzeit erhalten. Diese vorsichtige Herangehensweise ist eine Lehre aus der vergangenen Saison, in der der FC Bayern im Endspurt mit Verletzungen und hohen Belastungen bei zahlreichen Stammspielern zu kämpfen hatte.
Der FC Bayern befindet sich derzeit auf Asienreise, nachdem das Trainingslager am Tegernsee abgeschlossen wurde. Diese Reise stellt für die Spieler, die an der WM teilgenommen haben, eine zusätzliche Belastung dar. Die detaillierte Planung der Einsatzzeiten soll sicherstellen, dass die Spieler Schritt für Schritt wieder an die volle Belastung herangeführt werden, ohne unnötige Risiken einzugehen. Das Endspiel der Champions League ist für den 5. Juni 2027 in Madrid geplant.
Source: bild.de