BVB-Asienreise bringt Millionen und neue Partnerschaften

Wirtschaftliche Vorteile der Asien-Tour
Borussia Dortmunds aktuelle Marketing-Tour durch Asien, die Stationen in Osaka und Tokio umfasst, ist nicht nur eine Gelegenheit, die Marke des Vereins zu präsentieren, sondern auch eine wichtige Einnahmequelle. Nach vorliegenden Informationen kann der Revierklub durch diese Reise rund fünf Millionen Euro einnehmen. Diese Einnahmen setzen sich hauptsächlich aus Gagen für Sponsoring-Termine sowie Erlösen aus den Testspielen vor Ort zusammen.
Die Bundesliga unterstützt solche Vermarktungsreisen finanziell, insbesondere bei den Reisekosten. Dies gilt für Länder, die für die Liga von Bedeutung sind, wozu Japan gehört. Die Verantwortlichen des BVB nutzen die Reise auch, um neue, gut dotierte Sponsoring-Verträge vorzubereiten und abzuschließen.
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Aufgrund verschiedener Infrastrukturprojekte in Dortmund, wie der Stadionmodernisierung, der Erweiterung des Trainingsgeländes und dem Bau der Gesundheitswelt, ist der BVB ein gefragter Partner für Unternehmen. Insbesondere im Bereich Klima und Wärme zeigen Firmen wie Yanmar und Panasonic aus Osaka sowie Daikin und Mitsubishi Interesse an Partnerschaften. Es geht dabei um siebenstellige Beträge pro Jahr, wobei die Unternehmen den Verein im Zuge der infrastrukturellen Umbauten mit technischen Geräten unterstützen wollen.
Carsten Cramer, Geschäftsführer von Dortmund, bewertet die Reise positiv. Er betonte die Chancen, die in der Auslandsvermarktung liegen, und äußerte Bedauern darüber, dass nach der WM nur der FC Bayern und der BVB solche Reisen unternehmen.
Sportliche Herausforderungen in Japan
Im Rahmen der Japan-Tour absolvierte Borussia Dortmund ein Testspiel gegen Cerezo Osaka, das die Dortmunder mit 0:1 verloren. Das Spiel fand vor fast 25.000 Zuschauern statt. Das einzige Tor der Partie erzielte Osakas Solomon Sakuragawa in der 8. Minute nach einer Ecke. Die Dortmunder, die überwiegend mit jungen Spielern antraten, zeigten sich in der Offensive zu harmlos. Die besten Chancen hatten Serhou Guirassy in der 40. Minute und der eingewechselte Fábio Silva in der 84. Minute. Ein Treffer von Romeo Ritter in der 90.+4 Minute wurde wegen Abseits nicht anerkannt.
Für die Dortmunder war die Partie auch ein Wiedersehen mit dem ehemaligen BVB-Spieler Shinji Kagawa, der für Cerezo Osaka in der Startelf stand. Kagawa spielte von 2010 bis 2012 und von 2014 bis 2019 insgesamt 216 Mal für Borussia Dortmund, bevor er 2023 in seine Heimat zurückkehrte. Der 37-Jährige war ein Fanliebling in Dortmund.
Einige der WM-Fahrer wie Gregor Kobel und Julian Ryerson befinden sich noch im Urlaub oder nehmen das Training in Dortmund langsam wieder auf, während sich Nico Schlotterbeck und Emre Can von Verletzungen erholen. Um den internationalen Fans nicht ausschließlich Jugendspieler zu präsentieren, reisten die Profis Jobe Bellingham und Fábio Silva sowie die WM-Fahrer Maximilian Beier, Felix Nmecha, Waldemar Anton, Daniel Svensson und Carney Chukwuemeka aus ihrem Urlaub nach Japan. In Osaka kamen sie jedoch nicht zum Einsatz.
Während des Spiels musste Abwehrspieler Filippo Mane bereits nach 35 Minuten angeschlagen vom Feld. Dies war eine Vorsichtsmaßnahme, nachdem er versucht hatte, einen Schuss zu blocken. Lars Ricken, Sportdirektor des BVB, erklärte, dass die Mannschaft aus U19-, U23– und wenigen Profispielern bestand und die Automatismen fehlten. Er betonte, dass der Gegner schon weiter sei und die im Training gezeigte Qualität nicht auf den Platz gebracht werden konnte. Für das nächste Spiel sollen die Nationalspieler wieder mitwirken.
Trainer Niko Kovac bezeichnete das Spiel als guten Test für die junge Mannschaft. Er hob hervor, dass die Jungs in dieser Form nicht oft zusammenspielen würden und dies Teil der Vorbereitung sei, besonders nach einem großen Turnier. Er lobte die körperliche Gegenwehr der Mannschaft, sah aber noch Verbesserungspotenzial im spielerischen Bereich. Torwart Alex Meyer merkte an, dass die Bedingungen in Japan anspruchsvoll waren, aber die Mannschaft in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel kam und ein Unentschieden verdient gewesen wäre. Er hob die positive und freundliche Art der japanischen Fans hervor, von denen viele Anhänger des BVB sind.
Nach den drei Tagen in Osaka, wo das Spiel gegen Cerezo Osaka stattfand, reist der BVB weiter nach Tokio. Dort ist für Samstag ein weiteres Testspiel gegen den FC Tokio angesetzt.
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Source: bild.de