Leverkusen und Augsburg siegen im DFB-Pokal, Andrich auf der Tribüne

Abgesetzter Kapitän Andrich sieht Leverkusens Sieg im DFB-Pokal - BILD

Leverkusen zieht in die nächste Runde ein

Bayer Leverkusen hat sich erfolgreich für die zweite Runde des DFB-Pokals qualifiziert. Im Spiel gegen Wehen Wiesbaden setzte sich die Mannschaft mit 4:0 durch. Der neue Trainer Carles Martinez, 42 Jahre alt, feierte damit einen erfolgreichen Einstand an der Seitenlinie von Bayer Leverkusen.

Die entscheidenden Tore fielen kurz vor und nach der Halbzeitpause. In der 43. Minute erzielte Patrik Schick das 1:0 für Bayer. Nur wenige Minuten später, in der 47. Minute, erhöhte Lucas Vázquez auf 2:0, nachdem er einen Abpraller verwertete. Nathan Tella baute die Führung in der 69. Minute aus, und Christian Kofane setzte in der 79. Minute den Schlusspunkt zum 4:0-Endstand.

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Zu den Neuzugängen, die in der Startelf standen, gehörten Gutierrez und Moreira. Auch Medina kam als Neuzugang von der Bank ins Spiel. Trainer Martinez äußerte sich nach dem Spiel, dass die erste Halbzeit schwierig gewesen sei, das 1:0 und 2:0 jedoch entscheidend für den Spielverlauf waren.

Nicht am Spiel beteiligt war Robert Andrich, der unter der Woche als Kapitän abgesetzt wurde. Er fehlte aufgrund muskulärer Probleme und verfolgte die Partie gemeinsam mit seiner Frau Alicia von der Tribüne aus einer Loge. Es wird erwartet, dass sich Andrich einen neuen Verein suchen soll. Trainer Martinez hatte zuvor erklärt, dass Andrich die Vorstellungen des Vereins kenne und es um gegenseitigen Respekt gehe.

Augsburg mit Zittersieg, weitere Bundesligisten erfolgreich

Auch der FC Augsburg konnte sich in die zweite Runde des DFB-Pokals vorkämpfen, wenn auch mit einem knappen 2:0-Sieg gegen Energie Cottbus. Anton Kade erlöste die Fuggerstädter kurz nach der Pause mit dem 1:0 in der 49. Minute. Trotzdem hatte Energie Cottbus über weite Strecken des Spiels mehr Spielanteile und Torschüsse.

Die Entscheidung fiel erst in der Nachspielzeit, als Kristijan Jakić in der 90. + 6. Minute das 2:0 erzielte. Zuvor hatte Cottbus eine große Chance zur Führung vergeben, als Hannemann alleine auf Augsburgs Torwart Dahmen zulief. Trainer Martinez betonte nach dem Spiel, dass der Sieg hart erkämpft war.

Neben Leverkusen und Augsburg zogen weitere Bundesligisten souverän in die nächste Runde ein. Werder Bremen gewann am Millerntor, wobei Jens Stage früh das 1:0 erzielte. Niclas Füllkrug verwandelte bei seinem Comeback einen Elfmeter, und Ludovit Reis sorgte für den dritten Treffer. Hannover 96 feierte einen deutlichen 9:1-Sieg gegen SV Hemelingen, wobei sie bereits zur Halbzeit mit 6:0 führten.

TSG Hoffenheim erfüllte ebenfalls ihre Favoritenrolle und besiegte Erzgebirge Aue mit 4:0. Patrick Wimmer erzielte zwei Tore, und Wouter Burger sowie der eingewechselte Max Moerstedt trugen ebenfalls zum Sieg bei. RB Leipzig zog mit einem klaren 6:0 gegen Eintracht Trier in die nächste Runde ein, mit Toren von Brajan Gruda, Willi Orbán, Conrad Harder, Antonio Nusa und Ezechiel Banzuzi.

Spannende Partien und Elfmeterschießen

Einige Spiele waren besonders umkämpft. Hertha BSC setzte sich nach einem Elfmeterschießen gegen Saarbrücken durch. Nach einer Führung durch Paul Seguin in der 69. Minute gelang Fahrner kurz vor Schluss der Ausgleich in der 90. + 2. Minute, was zu Verlängerung und Elfmeterschießen führte. Auch der 1. FC Nürnberg kämpfte sich nach einem packenden Pokalfight gegen Viktoria Köln ins Elfmeterschießen und gewann dort.

Die SV Elversberg hatte Mühe mit dem MSV Duisburg, gewann aber schließlich mit 3:1 dank eines Doppelpacks von Francis Onyeka, der in der 88. Minute und in der Nachspielzeit traf. Holstein Kiel zog ebenfalls in die nächste Runde ein, nachdem Phil Harres eine der Großchancen verwertete und Guillermo Balzi einen Konter zum Endstand nutzte.

Für Arminia Bielefeld endete der Pokalauftritt im Elfmeterschießen gegen Sonnenhof Großaspach. Nach einer frühen Führung der Gastgeber und dem Ausgleich durch Stefano Russo und Joel Grodowski, sowie einem weiteren Tor für die Gastgeber durch Fabian Eisele, ging es in die Verlängerung. Dort fielen keine weiteren Tore, und im Elfmeterschießen scheiterten alle Bielefelder Schützen.

Neben Robert Andrich könnte auch Ernest Poku den Verein verlassen. Poku befindet sich in Verhandlungen mit Florenz, die ein Angebot über eine Leihgebühr von 5 Mio. und eine Kaufoption von rund 18 Mio. Euro unterbreitet haben.

Die Spiele der ersten Runde des DFB-Pokals fanden am Samstag statt.

Source: bild.de

Jan Fuchs ist Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball, Bundesliga und internationale Wettbewerbe.