Dortmunds Sportdirektor äußert Unmut über rote Karte im Supercup

Borussia Dortmund: Boss tobt wegen Roter Karte im Supercup gegen die Bayern

Nach der 1:2-Niederlage von Borussia Dortmund im Franz-Beckenbauer-Supercup gegen den FC Bayern äußerte sich BVB-Sportdirektor Ole Book (40) kritisch zur roten Karte gegen Ramy Bensebaini (31). Book suchte nach dem Spiel energisch das Gespräch mit Schiedsrichter Daniel Schlager (36) und bezeichnete die Entscheidung als „sehr hart“.

Die strittige Szene ereignete sich in der 90. Minute. Bensebaini grätschte Bayern-Neuzugang Ismael Saibari (25) nahe der Mittellinie mit offener Sohle oberhalb des Knöchels. Schlager, der nur wenige Meter entfernt stand, zeigte ohne Zögern die rote Karte. Diese Entscheidung führte auch nach dem Spiel zu Diskussionen.

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Diskussionen um die rote Karte

Selbst Bayern-Star Joshua Kimmich (31) zeigte Verständnis für die Dortmunder Perspektive. Er erklärte, dass die Dynamik der Situation und die Wirkung auf den Schiedsrichter sowie die Spieler eine rote Karte rechtfertigen könnten. Kimmich merkte jedoch auch an, dass eine gelbe Karte in diesem Moment im Nachhinein nicht zu einer roten Karte geführt hätte.

Für Bensebaini war der Platzverweis besonders unglücklich, da er zu diesem Zeitpunkt bereits angeschlagen war. Der Verteidiger hatte sich in der zweiten Halbzeit an der Rippe verletzt, spielte aber weiter. Nach dem Spiel musste Bensebaini ins Krankenhaus gebracht werden, wo eine Rippenprellung diagnostiziert wurde.

Die rote Karte im Supercup hat für Bensebaini keine direkten Auswirkungen auf den Start der Bundesliga-Saison. Eine mögliche Sperre gilt nicht für die Liga, sondern für die nächste Runde im DFB-Pokal. Dies ist eine Erleichterung für den BVB, da der Spieler somit in den Ligaspielen zur Verfügung stehen wird.

Reaktionen und Spielverlauf

Der ehemalige Tennisstar Boris Becker (58), ein bekennender Bayern-Fan, äußerte ebenfalls Unverständnis über die Entscheidung des Schiedsrichters. Auf X schrieb Becker: „War keine Rote Karte“ und ergänzte: „Fehler vom Schiri!“ Diese Meinung stieß jedoch auf Gegenwind bei zahlreichen Nutzern des Internetportals, die Becker aufforderten, sich auf Tennis zu konzentrieren.

Ein Nutzer kommentierte: „Mensch Boris. Auf Knöchelhöhe ohne Ball muss das doch nicht sein, oder? Da kannst du auch mal Rot geben.“ Ein anderer schrieb an Becker gerichtet: „Die Meinung dürftest du recht exklusiv haben.“ Beckers Kritik an einer Entscheidung zugunsten des FC Bayern ist ungewöhnlich, da er zwischen Mai 2000 und Dezember 2009 fast zehn Jahre lang Mitglied des Verwaltungsbeirates der Münchner war und international auch mit dem FC Chelsea sympathisiert.

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imago images 1081681631 Credit: t-online.de

Für Borussia Dortmund war die rote Karte der Schlusspunkt eines enttäuschenden Abends. Zur Halbzeit lag der BVB nach Toren von Nathaniel Brown (28. Minute) und Michael Olise (45.+1 Minute) bereits mit 0:2 zurück. Fabio Silva brachte Dortmund in der 75. Minute noch einmal auf 1:2 heran, wodurch der Ausgleich in Reichweite schien. Doch der FC Bayern konnte das 2:1 über die Zeit retten und sicherte sich damit den ersten Titel der Saison.

Für Bensebaini war es der zehnte Platzverweis in seiner Profikarriere und der dritte im Trikot von Borussia Dortmund. Die Niederlage im Supercup und die Verletzung von Bensebaini überschatteten den Saisonauftakt für den BVB, der sich nun auf die kommenden Aufgaben in der Bundesliga und im DFB-Pokal konzentrieren muss.

Die Diskussionen um die rote Karte und die Leistung des Schiedsrichters prägten die Nachbetrachtung des Spiels, das der FC Bayern mit 2:1 für sich entschied.

Source: bild.de

Emma Berger ist Sportredakteurin und berichtet über Fußball, Sport und aktuelle Ereignisse.